TTC Förste
  Zeitreise
 
Hier geht es nicht um Tischtennis, sondern um Themen, die mir interessant genug erscheinen, um sie auch anderen zugänglich zu machen. Gerade die jüngeren unter uns können mit der ehemaligen DDR nichts mehr anfangen.  Daher gibt es hier einen Einblick ins Alltagsleben der ehemaligen DDR. Obwohl nur die besten Ansichten abgelichtet  wurden,  lässt  sich  erahnen,   das  es  vielerorts   trist  und  grau  war.


www.ddr-postkarten-museum.de
Zurück in die Vergangenheit, eine Reise der etwas anderen Art

Im Kino hieß es vor einigen Jahren erfolgsträchtig „Zurück in die Zukunft“. Mittlerweile ist auch eine Reise in die Vergangenheit möglich. Der virtuelle Trip gewährt einem facettenreichen Einblick in das Alltagsleben der ehemaligen DDR.

Betrachter werden von der Vielfalt der Objekte, vergessene oder nicht mehr existierende Sachen und Orte überrascht sein. Wer sehen möchte, wie leer einst die DDR-Autobahn war (z. B. den Reiter "H" anklicken, den Suchbegriff: "Hermsdorf" eingeben und die Karten auf der 2. Ergebnisseite anschauen), wie Gaststätten und Ferienheime eingerichtet waren, oder wie sich in Freibädern getummelt wurde, der sollte sich etwas Zeit gönnen, um im kostenlosen Internet-Postkartenmuseum auf eine virtuelle Reise durch die DDR zu gehen.

Per Stichwortsuche werden Motive oder Orte schnell aufgespürt. Gibt man beispielsweise den Suchbegriff "Kaufhalle" ein, erscheint mit nur einem Klick jede verfügbare Karte, auf der eine Kaufhalle abgebildet ist, oder eine Hängematte, oder Trabant, oder Kinderwagen oder...oder. Auch wer auf der Suche nach Ansichten von Pionier-Ferienlagern, einer Schule oder Milchbar ist, wird im ersten virtuellen Postkarten-Museums fündig.

Die Idee für ein Postkarten-Museum im Internet hatte der ehemalige Ostberliner Jürgen Hartwig. Nach seiner missglückten Flucht verbrachte er längere Zeit in DDR Gefängnissen. Nach seinem Freikauf lebte und arbeitete er in Westdeutschland. Mit dem Fall der Mauer war ihm klar, dass das Alltagsleben abseits von Partei und Staat von der Bildfläche verschwinden würde. So sammelte er anfänglich Dinge und Gegenstände des DDR-Alltags. Letztendlich konzentrierte sich Jürgen Hartwig auf Post- und Ansichtskarten. Seit Oktober 2009 ist das erste virtuelle Postkarten-Museum Deutschlands online. Seitdem wird die Datenbank ständig erweitert. Unter www.ddr-postkarten-museum.de sind bereits mehrere Tausend Ansichtskarten aufrufbar.

Das nichtkommerzielle Projekt wird als Hobby betrieben und erfordert einen erheblichen Zeitaufwand. Aus der rund 90.000 Karten umfassenden Sammlung des Hobbyhistorikers Jürgen Hartwig werden von ihm und seinen Mitstreitern Klaus Loewe, Hans Born und Michael Nachtigall bis 2011 ca. 45.000 Ansichts- und Postkarten der DDR-Orte veröffentlicht.

Wer wissen möchte, wo ein bestimmter Ort auf der Landkarte ist und wie es dort heute aussieht, kann auf "geolink" gehen und eine Direkteinstellung von Google-Earth bekommen.

Als besonders gelungener Schnappschuss des DDR-Alltagslebens ist auf der Startseite die jeweilige "Ansichtskarte des Monats" zu bewundern. Unter „Kuriosa“ sind z. B. Postkarten vom Schildkrötensex oder von einem Trompete spielenden Feldkoch zu finden. Aufnahmen mit missglückte Retuschen sind ebenfalls dabei. Preußische Korrektheit ist ebenso vorzufinden. Da wird z. B. der Aufdruck „Befördert mit Schlittenpost “ mit „Wegen Schneemangel mit Kutschenpost“ überstempelt.

Des weiteren wird mit zahlreichen Abbildungen fundiert auf die Geschichte der Postkarte eingegangen.

Zusätzlich werden in der Rubrik „Internationale Postkarten“ in drei Rubriken Berufe aus aller Welt, Menschen in Afrika und Flugzeuge aller Art vorgestellt. In einem vierteljährlich wechselnden Ansichtskarten-Preisrätsel kommt auch der Rätselfreund zu seinem Recht.

Obwohl das Projekt erst im Jahresverlauf komplett abgeschlossen wird, lohnt sich bereits heute ein Blick auf die Seiten von   www.ddr-postkarten-museum.de

Einzige DDR Postkarte mit Todesstreifen
Bislang ist keine weitere Postkarte bekannt, auf welcher der einstige Todesstreifen an der innerdeutschen Grenze abgebildet wurde. Mit Sicherheit wurde rechts oben auf dem Berg der Wachturm vom Retuscheur entfernt. Die Schneise des Todesstreifens blieb weiterhin für jeden sichtbar. Damals war das nahezu ein Verstoß gegen ein ungeschriebenes DDR Gesetz. Die fotografische Wiedergabe der innerdeutschen Grenze, wie hier bei Schierke im Harz, war tabu!
Postkarte: Verlag Bild und Heimat, 1979
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Bestes Beispiel für das Nichtzeigen des Todesstreifens ist die nachfolgende Postkarte.
Selbst die Grenzsoldaten bewachen hier eine sogenannte grüne Grenze
ohne Todesstreifen und ohne unüberwindbaren Grenzzaun. 


Abbildung von www.ddr-postkarten-museum.de zur Verfügung gestellt.
(Rubrik: Internationale Postkarten / Berufe aus aller Welt)
 
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